Frühstück

Allerheiligenstriezel | zur Abwechslung mal was Traditionelles

November 16, 2013
Allerheiligenstriezel

In einigen Teilen Österreichs ist es Tradition, seinem Patenkind zu Allerheiligen, also am ersten November, einen selbstgebackenen Striezel zu schenken. Nachdem Moritz selbst Pate ist, kann er nun seit zwei Jahren auch Striezel flechten. Der Striezel sollte ganz bodenständig sein, mit höchstens ein paar Hagelzuckerkörnchen drauf. Ich für meinen Teil fände eine zeitgemäße Adaption dieses Brauchs mal angebracht, oder hat jemand etwas gegen Zuckerglitzer, goldene Sternchen oder Schokostreusel einzuwenden?

Doch zunächst gibt’s hier einmal das Original Striezel-Rezept, ganz ohne Schnickschnack und von Moritz liebevoll geflochten!

Allerheiligenstriezel

Allerheiligenstriezel – 1 Stück

Zutaten

  • 500 g glattes Weizenmehl oder halb/halb mit Dinkelmehl gemischt
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 25 g frischer Germ
  • 50 g Staubzucker
  • 70 g Butter
  • 1 Eidotter + 1 Ei zum Bestreichen
  • Salz
  • Nach Belieben Vanillezucker, Zitronenschale, Rosinen

Zubereitung

Zuerst den Germ in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in einer großen Schüssel mit den restlichen Zutaten vermengen und die Germ-Milch dazu geben. Ausgiebig zu einem glatten Teig verkneten. Wer möchte, kann am Ende die Rosinen einarbeiten. Jetzt muss der Striezelteig erst einmal ruhen. Dafür stellt ihr ihn, zugedeckt mit einem Geschirrtuch, an einem warmen Ort, wo er etwa eine halbe Stunde bleiben darf.

Nun könnt ihr das Backrohr auf 170° Ober/Unterhitze vorheizen. Ist der Teig schön aufgegangen, noch einmal verkneten, 3 Teigstränge abteilen und einen einfachen Zopf flechten. (Letztes Jahr gab’s sogar einen mit 6 Strängen, YouTube sei Dank!) Den fertig geflochtenen Striezel noch einmal eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen und dann, mit Ei bestrichen und mit Hagelzucker bestreut, ins Backrohr schieben. Nach etwa 35 Minuten sollte er goldbraun und zart duftend fertig gebacken sein.

Allerheiligenstriezel

Backt den Striezel für alljene, die ihre Nasen gerne in duftendem Germteig vergraben!

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5 Comments

  • Reply Der Staub ist weg: Zusammenfassung meines Blog-Events “Entstaubte Klassiker” | German Abendbrot Dezember 16, 2013 at 06:12

    […] schöne Blog In a Jelly Jar bringt uns eine Patenkind-Tradition aus Österreich mit: Allerheiligenstriezl wurden traditionell durch die Paten überreicht. Eine schöne […]

  • Reply Steffi November 17, 2013 at 21:09

    Ein toller Klassiker und sieht noch dazu unheimlich lecker aus!!!
    Lieben Dank für das klasse Rezept!!!
    LG Steffi

    • Reply Conny November 18, 2013 at 08:52

      Dankeschön liebe Steffi!

  • Reply Julia November 16, 2013 at 13:59

    Wieder ein tolles Blog entdeckt – und wieder ein toller Klassiker! Danke fürs Mitmachen. Der Striezl fürs Patenkind gefällt mir sehr. Ein schöner Brauch, den meine Patentochter noch nicht kennt…

    • Reply Conny November 18, 2013 at 09:01

      Danke Julia – und vielen dank für dein schönes Event! Das ist mal echt was anderes!
      Alles Liebe,
      Conny

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