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Brigitte Bach: Vegane Backträume | Buchreview

Februar 9, 2014
Brigitte Bach: Vegane Backträume
Ihr wundert euch vielleicht, dass die letzten Wochen hier auf dem Blog so viele vegane Rezepte erschienen sind. Heute zeige ich euch den Grund dafür: Das Buch „Vegane Backträume“ von Brigitte Bach ist schuld! Naja. Nicht nur. Einige liebe Menschen in meinem Umfeld haben vegane Ernährung ausprobiert oder stellen gerade darauf um und die wollte ich natürlich auch mit was Süßem versorgt haben. Dass mir das Buch aber so viel Nachback-Stoff liefert, damit hätte ich nicht gerechnet!

Kurzüberblick

  • Rezeptanzahl: rund 43
  • Kosten: ca. 18,00 Euro
  • Geeignet für: Backwütige VeganerInnen und solche, die es einfach mal ausprobieren wollen
  • Seiten: 120

Die Gliederung
Brigitte Bach verzichtet in den Einführungskapitel auf die Vorstellung von nötigen Backutensilien sondern fasst lieber bekannte Backzutaten ins Auge und wie man sie durch vegane Alternativen ersetzen kann. Dabei zeigt sie aber, dass die vegane Bäckerei ganz ohne Ei-Ersatz oder sonstige chemische Helferlein auskommt. Wie mache ich mir selbst Topfen? Was nehme ich anstatt Honig? Viele Fragen, die beim ersten Experimentieren mit der veganen Backkunst aufkommen, finden eine Antwort.

Eins der wichtigsten Dinge bei einem Backbuch ist für mich das Rezept- bzw. Zutatenregister. Oft habe ich eine bestimmte Zutat, die ich verwenden will und greife gerne darauf zurück. Top!

Für eine Sache bin ich diesem Backbuch sehr sehr dankbar: Der Backform-Umrechnungshilfe im Glossar, denn bisher war es für mich Mathegenie immer äußerst mühsam, die Zutatenmengen von unterschiedlichen Backformgrößen auszurechnen (zb. von einer runden Springform in 26 cm auf eine mit 18 cm).

Das Layout & die Optik

Super hübsch in typischem „Scrapbooking-Stil“ gehalten lässt Brigitte’s Buch so manche Mädchenherzen höher schlagen. Männer bekommen aber trotzdem keinen Schock, sollten sie sich mal in dieses Buch verirren. Zwischendurch gibt es auch mal ein paar Verpackungstipps. Ich persönlich könnte auf solche Seiten zwar verzichten, es tut aber der Gesamtoptik keinen Abbruch.

Zu erwähnen sind für mich als Font-Liebhaberin die tollen Schriften!

Die Rezepte
Zugegeben: Ich bin  ein Fan von allem Nicht-Alltäglichen und daher der veganen Bäckerei sehr zugetan. Dennoch hat mich etwas bestimmtes an diesem Buch so richtig entzückt: Typisch österreichische Mehlspeisen werden „veganisiert“. Wer von euch kennt Polsterzipf, Apfelstrudel oder Powidltascherl? Solche Klassiker sind leider nur mehr selten in Backbüchern zu finden, daher finde ich es umso toller, dass sie hier in einer veganen Variante nachgebacken werden können.

Noch ein Plus: Persönliche Kommentare zu jedem Rezept. Warum es in diesem Buch steht, wie man es abwandeln kann, Hintergrundinfos zu den Zutaten etc. Gehört für mich in jedes hochwertige Backbuch und macht es noch lesenswerter.

Klar, für manche Rezepte benötigt man Zutaten, die nicht in jedem Haushalt stets verfügbar sind wie Seidentofu oder Johannisbrotkernmehl. Auch gibt es das ein oder andere Rezept, das etwas mehr nach „Pflanze“ schmeckt, als man  gewohnt ist. So geschehen bei den Cassis-Brownies, die das Sonnenblumenöl deutlich schmecken liessen. Dennoch sind die meisten Rezepte ohne großem Aufwand oder Geschmackseinbussen leicht nachzubacken.

Brigitte Bach: Vegane Backträume

Die Fotos
Überaus wichtig: Es gibt zu jedem Rezept Fotos! Auf das achte ich beim Kauf von Backbüchern ganz besonders. Irgendwie inspirieren mich „gesichtslose“ Rezepte weniger zum Nachmachen – wie gehts euch dabei?

Die Fotos sprechen mich persönlich sehr an. Die Backwerke sind so, wie sie auch bei mir am Tisch stehen würden. Hübsch verziert, aber nicht bis in absolute Perfektion gestylt. Bei manchen Büchern fühle ich mich durch zu perfekte Bilder ja schon fast eingeschüchtert, die Rezepte nachzumachen.

Fazit

„Die unstillbare Sehnsucht nach feinem Topfenkuchen ließ mich schließlich in eine entscheidende Richtung abbiegen. Denn mit meiner Entscheidung, mich nur noch rein pflanzlich zu ernähren, passte dieser Lieblingskuchen nicht mehr in meinen Speiseplan.“

Alleine diese Sätze machen Brigitte Bach für mich wahnsinnig sympathisch.

Endlich gibt es ein Backbuch für VeganerInnen, das über das „Jutebeutel und Roggenbrötchen“-Klischee hinaus geht, denn wie schon in einem anderen Post erwähnt, bedeutet Veganismus nicht unbedingt Verzicht auf Genuss. Brigitte teilt sogar ihr geliebtes Topfenkuchenrezept mit uns.

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Nachgebacken

auf der Nachback-Liste

  • Mohn-Marillen-Kränzchen
  • Himbeer-Kokos-Torte
  • Waldbeer-Flaugnarde
  • Maiskuchen mit Heidelbeeren

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