Kuchen/Torten

Karamell-Cheesecake mit Schokolade | 1 kg purer Genuss…

August 24, 2013
Schoko-Karamell Cheesecake

Wir befinden uns zwar immer noch mitten im Sommer und eine locker-flockige, nur aus Luft und Beeren bestehende Leckerei wäre vielleicht passender, aber manchmal muss es einfach Schokolade sein. Oder besser Schokolade und Karamell. Immerhin schickt der Herbst in unseren Breitengraden schon seine Boten voraus, nämlich bunte Blätter, Morgennebel und die ersten dicken Mäntel in den Schaufenstern.

Aus dem Buch „Süße Sünden“ der Londoner Hummingbird Bakery habe ich schon unzählige Dinge nachgebacken. Ganz besonders beliebt bei Freunden und Familie (und vor allem mir!) sind die Cheesecakes. Es gibt sie in schokoladig, nussig, buttrig, fruchtig oder allen anderen möglichen Geschmacksrichtungen die ihr euch nur vorstellen könnt. (Aber nicht so wie Bertie Bott’s Jelly Beans in der Geschmacksrichtung Ohrenschmalz oder Seife – irgendwo muss ja schließlich Schluss sein!) Ich stehe total auf die cremige Konsistenz, die auf der Zunge zergeht und die Vielfältigkeit der Variationen.

Mein Schwiegerpapa hat sich zum Geburtstag eben so einen Cheesecake gewünscht, da kann ich natürlich nicht nein sagen! Diesmal gibt’s also einen Karamell-Schokoladen Cheesecake mit Haselnüssen. Ein zartschmelzender Traum, an dem sich locker ein ganze Heeresschar an hungrigen Schwiegervätern satt essen könnte, denn mit 1 kg Gewicht habe ich nicht übertrieben!

Schoko-Karamell Cheesecake

Karamelcheesecake mit Schokolade – für eine runde 20 cm Springform

Zutaten

  • 220 Haferkekse
  • 100 g Butter, zerlassen
  • 700 g Frischkäse, Doppelrahmstufe
  • 120 g Kristallzucker
  • 3 Eier
  • 50 g Dulce de Leche + 4 EL für den Belag
  • 50 g Zartbitterschokolade, gehackt
  • 2 EL Haselnüsse, gehackt und geröstet

Zubereitung

Die Springform mit Backpapier auslegen, ich schneide die überstehenden Ränder immer mit der Schere ab, und von aussen in Alufolie wickeln. Es soll quasi die Backform außen so dicht wie möglich sein, damit später beim Backen kein Wasser eindringt. Die Haferkekse zu feinen Krümeln zerkleinern. Ich mache das immer mit einem Hexler-ähnlichen Gerät von Tupperware (keine Schleichwerbung), das funktioniert super. Es geht aber auch gut mit einem Gefrierbeutel, auf den ihr dann mit dem Fleischklopfer/Nudelwalker oder ähnlichem Gerät losgeht. Dauert zwar länger, dafür habt ihr euch den Kuchen aber auch wahrlich verdient. Die Krümel mit der zerlassenen Butter vermengen und gleichmäßig auf den Boden der Springform streichen. Bisschen andrücken und ca. eine halbe Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

Währenddessen schon mal das Rohr auf 150° Umluft vorheizen und die Creme zubereiten. Dafür Frischkäse mit dem Zucker glatt rühren und nach und nach die Eier untermixen. Nun etwa 1/3 der Creme beiseite stellen und den Rest mit Dulce de Leche verrühren. Auf den Keksboden gießen. Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen und unter das letzte Drittel der Creme heben. Und ab hier unterscheidet sich das Rezept von meinen Erfahrungen: Denn durch die Schokolade ist diese Creme viel schwerer als die erste. Eigentlich sollte ich jetzt die Schokocreme auf der Karamellcreme verteilen. Meine sank jedoch in unattraktiver Manier in dicken Batzen zu Boden. Bevor sich Panik in mir ausbreitete (ist ja schließlich ein Geburtstagskuchen!), griff ich zur nächstgelegenen Gabel und swirlte in der Masse herum. Ist es halt jetzt ein marmorierter Cheesecake. Nun die Form in ein tiefes Backblech stellen und letztere bis knapp unter den Rand mit Wasser füllen. Dadurch reisst die Oberfläche des Kuchens nicht ein. Das Prachtexemplar lt. Rezept 45 Minuten backen. Er ist fertig, wenn sich die Ränder leicht färben und die Masse fest wird, in der Mitte aber noch flüssig bleibt. Bei mir hat das jedoch geschlagene 1,5 Stunden gedauert. Auch okay, konnte ich mir wenigstens in der Zwischenzeit die Nägel lackieren.

Den Cake aus dem Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Achtung, Tropfgefahr! Auch wenns schwer fällt, der Kuchen sollte jetzt eine Nacht im Kühlschrank durchziehen, damit er sein Aroma entfaltet und die perfekte Konsistenz bekommt. Am nächsten Tag entfernt ihr vorsichtig die Backform, bestreicht den Cake mit Dulche de Leche und streut die Haselnüsse darüber. Et voila!

Abschließend noch eine kleine Anmerkung:
Falls ihr das erste Mal einen Cheesecake macht, lasst euch nicht von der kleinen Springform täuschen. Die Größe ist völlig ausreichend und wenn ihr den Cake schließlich aus dem Backrohr hievt, werdet ihr froh sein, auf mich gehört zu haben!

Moritz liebt Cheesecakes genauso wie ich. Das ist (abseits von Brownies) so ziemlich der einzige Kuchen, den er im gebackenen Zustand lieber mag als roh.

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4 Comments

  • Reply Experimente aus meiner Küche September 20, 2013 at 07:30

    Oh wir scheinen ja einen ähnlichen Geschmack zu haben 🙂 Schau mal hier diesen Cheesecake hab ich auch schon mal gemacht 🙂
    http://experimenteausmeinerkueche.blogspot.de/2013/09/caramel-coffee-cheesecake.html
    Lieben Gruß
    Yvonne

  • Reply Moritz August 26, 2013 at 12:20

    ich mag ja Teig irgendwie lieber als Kuchen… 😉

  • Reply Steffi August 25, 2013 at 17:55

    Erstmal lieben Dank für deinen Kommentar auf meinem Blog. Dein Cheescake sieht ja HAMMER aus, den muss ich auch unbedingt mal backen (*ist-vorgemerkt*).
    Welches Buch von Hummingbird Bakery hast du denn? Das hol ich mir vll. auch 🙂
    LG & noch einen tollen Sonntag
    Steffi

    • Reply Conny August 25, 2013 at 19:10

      Das Buch heißt „Süße Sünden“ und ich habe schon einiges davon nachgebacken. Sehr leckere Rezepte von einfachen Rührkuchen über die besagten Rührkuchen bishin zu Cupcakes und Whoopie Pies. Bei den Cupcakes habe ich allerdings meistens die Zuckermenge verringert, weil das einfach too much ist. Eine Buchreview darüber mit mehr Details habe ich bereits in Arbeit 😉

      Liebe Grüße und noch ein wunderbares Restwochenende,
      Conny

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