Kuchen/Torten

Leichte Kriecherltarte mit Jogurt | nicht noch ein Mirabellen-Post…

August 17, 2013
Kriecherltarte mit Jogurt

Heute das letzte Mal, versprochen! 🙂 Ich habe ohnehin das Bäumchen fast gänzlich abgegrast. Diesen Kuchen hier werde ich euch, trotz der Kriecherl-Flut der letzten Tage, dennoch nicht vorenthalten.

Zum Wochenende gehören für mich ein paar Dinge ganz klar dazu. Das wäre zum einen ein langes entspanntes Frühstück, viel Zeit im Garten und …  Süßes! „Kein Wochenende ohne Kuchen“ könnte mein Lebensmotto lauten, denn wenn es nicht schon Freitag Mittag einen Kuchen gibt, wird gefälligst am Samstag einer gebacken! Und weil meine Eltern ihren Besuch angekündigt hatten, musste etwas anderes her als ein einfacher Gugelhupf.

Die Tarte ist ein Traum aus süß und säuerlich – genau das richtige für einen Tag auf der Terrasse bei sommerlichen Temperaturen. Anstatt Kriecherl kann ich mir das Rezept auch mit anderen Pflaumenarten oder Beeren sehr gut vorstellen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tartes kommt diese ohne schweren Guss aus Pudding, Mascarpone oder anderen Kalorienbomben aus, stattdessen bringt Halbfett-Jogurt die nötige Cremigkeit, ohne schlechtes Gewissen zu verursachen. Für den Teig habe ich ein Mürbeteig-Rezept von Marian Keyes abgewandelt. Ihr Backbuch ist wirklich einzigartig, voller Wortwitz und Humor. Eine Review folgt bald!

Kriecherltarte mit Jogurt und Lavendel – für eine flache Tarteform mit 25 cm Durchmesser

Zutaten Haselnussmürbteig

  • 50 g gemahlene Haselnüsse
  • 100 g glattes Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL feiner Kristallzucker
  • 1 Ei, verquirlt
  • 75 g kalte Butter, gewürfelt

Zutaten Guss

  • 50 g Kristallzucker
  • 2 Eier
  • 600 g Kriecherl
  • 250 g Halbfettjogurt
  • 0,5 Packung Vanillezucker
  • 0,5 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 1 TL Lavendelblüten

Zubereitung

Als erstes wird der Mürbteig vorbereitet. Dafür vermengt ihr das Mehl mit den Haselnüssen und der Prise Salz. Nun kommt die Butter ins Spiel. Arbeitet sie zügig mit den Fingern in die Nuss-Mehlmischung ein. Dazu knetet ihr die Butter und die trockenen Zutaten immer wieder in kleinen Bewegungen der Fingerspitzen. Wenn ihr eine Küchenmaschine besitzt, dürft ihr euch glücklich schätzen. Mit den Fingern muss das nämlich sehr schnell gehen, da der Teig durch Wärme einerseits schwer verarbeitbar und der Kuchen am Ende zäh wird . Haben sich Butter und Nuss-Mehlgemisch zu einer krümelartigen Konsistenz vereint, den Zucker dazu geben und kurz weiterkneten. Nun eine kleine Mulde in die Mitte des Teigs drücken und das Ei hinein geben. Weiterkneten. Nun wird das Gemisch bald Teig-Konsistenz erreicht haben. Diesen dann in einer Frischhaltefolie etwa eine Stunde kühl stellen. Wichtig: Knetet bitte nicht zu oft, auch wenn es verlockend scheint! Ihr werdet es bereuen!

Nach etwa einer Stunde heizt ihr das Backrohr auf 180° Ober-Unterhitze auf. Jetzt wird’s nochmal knifflig, zumindest für mich. Die Arbeitsfläche gut mehlen und den kühlen Teig ausrollen, sodass die Größe gut in eure Tarteform passt. Berechnet natürlich etwas mehr für den Rand ein. Den Teig in die gefettete Form heben – nicht verzweifeln, wenn er reisst – und den Rand ein wenig andrücken. Gegebenenfalls Löcher mit Teig kaschieren, es wird später niemand bemerken! Mit einer Gabel ein paar Mal einstechen und für 15 Minuten auf der unteren Schiene backen. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Tarte mit Kichererbsen beschweren, damit sich keine Bläschen bilden. Diesmal vergaß ich es und das Ergebnis war trotzdem blasenfrei.

Die Früchte waschen und in Hälften schneiden. Das klappt am besten, wenn ihr mit einem kleinen Messer ein winziges Stückchen rechts und links der Mitte entlang schneidet. Komplizierte Erklärung, hm? Ihr schneidet quasi rechts und links am Kern vorbei. Die Früchte verteilt ihr auf dem Tarteboden, entweder so messy wie ich oder ganz geordnet. Jetzt den Guss vorbereiten und zwar dafür einfach alle Zutaten, außer dem Lavendel, in einer Schüssel verrühren. Ein Schneebesen ist dafür völlig ausreichend. Streut die Lavendelblüten dekorativ oben drüber, sie werden aber im Ofen etwas von ihrer schönen lila Farbe einbüßen. Auf der unteren Einschubleiste ca. 45 Minuten backen. Während des Backvorgangs wird der Guss sich nach oben zu einem dekorativen Hubbel wölben und sein Volumen vergrößern. Macht euch aber nicht, so wie ich, falsche Hoffnungen. Ist die Tarte erstmal abgekühlt, fällt sie wieder zu ihrer ursprünglichen Mickrigkeit zusammen.

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2 Comments

  • Reply 225 Einreichungen beim Blog-Event "Wir kochen alle nur mit Wasser" | HighFoodality - Rezepte mit Bild September 6, 2013 at 07:17

    […] Leichte Kriecherltarte mit Jogurtmoment in a jelly jar […]

  • Reply Marian Keyes: Glück ist backbar - Buchreview August 27, 2013 at 13:40

    […] Mürbteig vom Birnen-Haselnuss Flan […]

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