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Kardamom

Kuchen/Torten

Dirty-Chai-Brownies ohne Mehl | Dedicated #1

Februar 3, 2019
einfache Dirty-Chai-Brownies ohne Mehl und Gluten

Bevor ich dir das Rezept mit dem verführerischen Namen „Dirty-Chai-Brownies“ verrate, muss ich ein wenig ausholen, denn – wie so oft hier auf dem Blog – gibt es auch hierzu eine kleine Geschichte.

Wenn du mir auf Instagram folgst, kannst du dich vielleicht daran erinnern: Wer mir in einer Videosequenz auf dem WhoGotSkillz-Partyboot entdeckt und mir einen Screenshot schickt, bekommt ein Rezept mit persönlicher Widmung. Ja, du hast richtig gelesen, da steht Partyboot – ABER um das soll es heute nicht gehen.

Michaela hat mich als erstes gespottet und schnell war klar: Es muss was mit Schokolade sein. Menschen, die auf die Frage „Dunkle oder helle Schokolade“ mit dem Satz „Bei Schoko gibts kein oder“ antworten, sind sowieso die besten Menschen. Außerdem teilen uns Michi und ich ab und zu eine Kaffeemaschine, darum war schnell klar: In die Brownies muss Kaffee rein. Darum auch der Zusatz „dirty“. Wer hier jetzt an etwas anderes gedacht hat soll sich bitte schämen gehen.

Dirty-Chai-Brownies! Klingt das nicht grandios? Die Brownies kommen ganz ohne Mehl aus und sind somit von Natur aus glutenfrei. Obendrein werden die superschokoladigen Brownies noch mit einer noch schokoladigeren Ganache bestrichen, die schön feinherb ist und dich in eine höhere Schokoladengalaxie vordringen lässt. Unheimlich!

Für die Brownies kochst du zuerst einen simplen Chai-Latte und lässt in der warmen Gewürzmilch die Schokolade schmelzen – alleine diese Schokomilch ist herrlich! Dazu kommt dann noch Espresso in den Brownieteig (wir erinnern uns: dirrrrty!) schon kannst du nach 2 Stück dieser Schokobomben nicht mehr schlafen. Nein Scherz. So schlimm ist es nicht. Aber: Dirty-Chai-Brownies sind schon sehr mächtig. Ein kleiner Würfel reicht völlig aus, um den Schokoladentiger in dir zufrieden zu stellen. Oder halt zwei.

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Snacks & Sonstiges

Pekannuss-Cookies mit Datteln |  + ein paar Worte zu Backpulver und Natron.

November 21, 2018
Pekannuss-Cookies - perfekt für Weihnachten

Wer mich schon länger verfolgt weiß: Weihnachtskekse und ich – das geht nicht gut! Ich habe mir aber zum Ziel gesetzt, jedes Jahr mindestens ein Keksrezept zu entwickeln. Am besten ein ganz einfaches, ohne langes Herumkneten, eines, das sogar Menschen wie ich hinbekommen. Und was soll ich sagen – hier ist es: Pekannuss-Cookies mit Datteln.

Das besondere an diesen Keksen ist sicherlich die Zubereitungsart. Sie werden nämlich nicht ausgestochen (kostet Zeit, kostet Nerven, ist viel zu viel Detailarbeit für Würstelfinger wie die meinen) sondern geschnitten. Du formst den Teig in Rollen, kühlst ihn lange genug und schneidest dann gleichmäßige Scheiben ab. Et voilá – Weihnachtskekse ohne Schnickschnack! Sie sind außen knusprig und werden nach ein paar Tagen in der Keksdose wunderbar müde. Pekannüsse gelten als Könige der Nüsse und so schmecken sie auch in den Keksen. Ich habe sie zusätzlich in Schokolade getunkt und sauren Beeren-Streuseln bestreut, das gibt ihnen nochmal den gewissen Geschmackskick.

Was die Backtriebmittel betrifft habe ich diesmal einen Mix aus Backpulver und Natron genommen. Aber warum?

Unterschied zwischen Backpulver und Natron

Egal ob Backpulver oder Natron – beides sind Backtriebmittel die Gebäck aufgehen lassen um ihr Volumen zu vergrößern.

Backpulver ist eine Mischung aus Natron, einer Art Säure und Mehl.

Natron ist eigentlich Natriumcarbonat (Natronsalz) und viermal so stark wie Backpulver.

Beide lassen Teig aufgehen und werden mit Hitze und Flüssigkeit aktiviert.

In diesem Rezept habe ich beides benützt, wobei Backpulver für das Volumen sorgt und das Natron die Pekannuss-Cookies locker und luftig macht.

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Snacks & Sonstiges Vegetarisch

Orientalischer Karottensalat | die gebratene Variante.

September 19, 2018
Orientalischer Karottensalat mit Gewürzen - ideal für die Mezze-Platte

Ich weiß. Karottensalat. Du hast dir bestimmt etwas anderes erwartet, vielleicht etwas mit Creme, einer Extraportion Schokolade oder Vollkorn? Und dann komm ich mit einem langweiligen Karottensalat daher. Eines kann ich dir aber jetzt schon versprechen: der orientalische Karottensalat ist alles andere als gewöhnlich.

Für ihn habe ich mich nämlich so richtig ins Zeug gelegt – sei es bei der Zubereitung oder den Zutaten. Mit Lorbeeren, Piment, Chili, Zimt und Kardamom kommt der Karottensalat schön extravagant daher. Außerdem werden die Karotten dafür angebraten, was den Salat leichter verdaulich macht als das österreichische Pendant.

In der köstlichen Marinade aus Honig, Olivenöl, Orangenblütenwasser und den vielen Gewürzen darf (und soll!) der Salat dann mehrere Stunden ziehen, bevor du ihn servierst. Das macht ihn noch geschmackvoller! Lass dich also nicht dazu hinreissen, den Schritt zu verkürzen.

Was perfekt dazu schmeckt? Knuspriges Weißbrot, idealerweise selbst gebacken oder vom türkischen Lebensmittelladen.

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Kuchen/Torten

Veganer Zwetschgenkuchen mit Buchweizenmehl | in fremden Küchen abgeschaut.

September 9, 2018
Veganer Zwetschgenkuchen mit nussigem Buchweizenmehl

Da schau her – heute gibts mal wieder etwas Gesundes. Aber so richtig! Der Zwetschgenkuchen nach einem Rezept von Maras Wunderland ist vegan und frei von raffiniertem Zucker. Klingt schrecklich? Gar nicht!

Die Zwetschgen schicken schon die ersten Herbstgrüße voraus, darum ist der Teig mit Kardamom, Zimt und Vanille verfeinert. Schön saftig kommt er daher, dafür sorgen die Mandelmilch, das Chia-Ei und die gemahlenen Mandeln. Ich liebe ja solche Kuchen, die schön saftig und fruchtig sind – und auf denen man nicht stundenlang herumkauen muss…

Wenn eine Kuchen als gesund bezeichnet werden kann, dann dieser hier. Vollkornmehl und Buchweizenmehl schmecken nicht nur schön nussig, sie bringen auch das volle Korn auf deine Kuchengabel. Gesüßt wird der Zwetschgenkuchen mit Datteln und Agavendicksaft – also verabschiede dich schonmal von raffiniertem Zucker.

Danke Mara für das tolle Rezept!

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Kuchen/Torten Snacks & Sonstiges

Hamantaschen mit Kardamom | Falsche Jahreszeit, richtiges Gebäck.

Dezember 10, 2017
Keksrezept: Hamantaschen mit Kardamom

Was ich mit meiner Überschrift meine? Nunja – eigentlich ist es nicht die richtige Zeit für Hamantaschen. Das leckere Gebäck wird nämlich im jüdischen Jahreskreis zum Purimfest gereicht. Und das findet immer im März statt (2018 genauer gesagt am 2. März). Aber: Ich bin ja nicht so und finde den Gedanken wunderbar, jüdisches Gebäck auf dem weihnachtlichen Keksteller zu reichen, neben orientalischem Backwerk und traditionellen österreichischen Keksen.

Die Hamantaschen sind so einfach, dass selbst ich sie problemlos backen kann. Was heißt: Du wirst leichtes Keksspiel haben. Das Besondere an ihnen ist der Teig, denn der ist nicht aus „altbekanntem“ Mürbteig – sprich kalter Butter, Zucker und Mehl. Es ist vielmehr ein Topfenteig, aus dem die Hamantaschen gebacken werden. Dadurch wirds einfach, die leckeren Dreiecke zu falten. Ich habe noch etwas Kardamom in den Teig gegeben, damit er etwas Frische bekommt. Und bei der Marmelade habe ich mich an klassische Erdbeermarmelade gehalten. Du kannst natürlich auch andere nehmen – zum Beispiel Preiselbeeren oder Hagebutte.

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Vegetarisch

Pikanter Kokosreis aus dem Reiskocher | wie aus dem One-Night-Stand die große Liebe wurde.

Juli 17, 2017
Kokosreis aus dem Reiskocher

Alles begann mit einer angebrannten Portion Reis und erhöhtem Alkoholspiegel. Ob das erste das zweite verschuldet hat oder eher umgekehrt kann ich heute leider nicht mehr nachvollziehen, aber eines wurde ganz schnell klar, als am nächsten Arbeitstag ein überdimensional großes Paket auf meinem Schreibtisch landete: Ich hatte im Rausch einen Reiskocher bestellt. Warum? Weil mir Reis ausnahmslos immer anbrennt und Amazon mit dem 1-Klick-Kauf den wohl besten Kunden in mir gefunden hat. Und weil ich betrunken allerhand dumme Dinge bestelle.

Einen REISKOCHER! Ein Unding, ein weiteres elektronisches Küchenutensil mehr, das keine Verwendung findet. Dachte ich. Daraufhin besann ich mich auf meine Stärken, wozu Keksebacken und Reiskochen definitiv nicht dazugehört und behielt das weiße Monstrum.

Und was soll ich sagen: Es ist Liebe! Aus dem alkoholisierten One-Night-Stand wurde die große Liebe.

Schon als ich das erste Mal einfach nur Reis darin kochte, bewies mir das Teil, dass wir beide zusammengehören. Du wirfst einfach Reis deiner Wahl rein, gibst die doppelte Menge Wasser dazu und schaltest ihn ein. Schon passiert im Inneren irgendwas – nennen wir es mal Magie – und nach einer Viertelstunde ist der Reis perfekt gegart, so wie du ihn auch vom Asia-Lieferservice deiner Wahl kennst. Aber es wird noch besser: Der Reiskocher hält den Reis auch noch warm – je nach Modell bis zu acht Stunden. Halleluja.

Die Liebesgeschichte hat aber noch immer kein Ende. Der Reiskocher kann nämlich nicht nur einfachen weißen Reis garen, sondern auch richtig kochen. Also so richtig mit Geschmack und so. Eintöpfe und sogar Pasta. UND: Kuchenbacken. Ist das nicht der Wahnsinn?! Ein REISkocher kann Kuchen backen? Stell dich also in nächster Zeit ruhig auf ein paar schräge Experimente hier ein, denn meine Fantasie ist angefeuert, mir schwirrt schon ein Brownie-Rezept aus dem Reiskocher im Kopf herum.

Aber nun: Alles auf Anfang. Kokosreis it is. Lass dich nicht von den grässlichen Fotos abschrecken, die sind aus lauter Vorfreude entstanden und weil meine Hand so zitterte vor Verliebtheit. Du kennst das bestimmt. Der Reis wird mit Kokosflocken und orientalischen Gewürzen gekocht, sodass er eine feinwürzige Note bekommt. Korn für Korn ist der Reis auf den Punkt gekocht und steckt voller Aromen. Perfekt als Beilage aber auch als Hauptgericht ein Gedicht – ich löffel den einfach so. Achja: Der Kokosreis aus dem Reiskocher ist nicht süß, sondern salzig.

Die Amazon-App habe ich übrigens dennoch deinstalliert. Man weiß ja nie.

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Kuchen/Torten

Apfelkuchen mit Masalachai | Danke, Nina!

April 20, 2017
Apfelkuchen mit Masalachai mit Kokosblütenzucker

Weißt du eigentlich, wie meine Rezepte entstehen? Manchmal, ja eigentlich ziemlich oft, werfe ich einfach wirr und wild ein paar Zutaten in eine Schüssel von denen ich glaube, sie würden zusammenpassen. Rühre ein wenig und nach einer halben Stunde im Backofen geschieht dann das Zauberwerk: Man kann es essen.

Seltener inspirieren mich Menschen und Erinnerungen zu neuen Rezepten. Bei diesem Apfelkuchen mit Masalachai war das der Fall. Ich habe ehrlich keine Ahnung, wieso ich mich jetzt gerade an Nina erinnere, die eigentlich – und ja das klingt hart aber so ehrlich muss ich sein – keine große Rolle in meinem Leben gespielt hat und das auch jetzt nicht mehr tut. Ein lieber Mensch, der mal da war, man eine gute Zeit miteinander hatte, aber dann auch wieder ging. Damals war es Nina für mich, vielleicht bin ich es gerade für jemand anderen. Wer weiß.

Nina ging, Chai blieb

In einer Sache hat mich Nina jedenfalls nachhaltig beeinflusst: Sie hat mir den ersten richtig handgemachten Chaitee gekocht. Aus Gewürzen, die sie in einen Topf gab, außergewöhnlich lange köcheln ließ und den Tee am Ende mit einem Schuss Milch verfeinerte. Herrlich! Meine Nase kann sich noch immer an diesen Duft erinnern, der durch ihre kleine Küche zog.

Fazit der Geschichte: Nina ging, Chaitee blieb und mit ihm die Idee für diesen herrlichen Apfelkuchen mit Masalachai. Man könnte sich einreden, der Apfelkuchen sei gesund, weil immerhin die Hälfte davon aus Vollkornmehl ist. Aber die Hauptsache ist doch, dass er schmeckt. Und das tut er, jawohl! Du musst dir unten nur die Bilder ansehen und wirst feststellen, dass der Apfelkuchen wahnsinnig saftig ist. Der Tee wird extralange eingekocht, eine Essenz wenn man gerne übertreiben möchte, und mit gefühlten tausend Gewürzen in den Teig gegeben. Ein richtiges Gewürz-Feuerwerk würde ich sagen und eines, das uns an diesen doch noch recht kalten Apriltagen schön warm hält. Danke, Nina!

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