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Blaubeermuffins mit Streusseln | bei Muffins kenne ich keinen Spaß.

September 27, 2015
fruchtige Blaubeermuffins mit Streusseln

Also wenn es um bestimmte Dinge geht, kenne ich keinen Spaß.

Da wäre zum Beispiel Groß- und Kleinschreibung. Ich verstehe einfach nicht, wie die zusätzliche Streckbewegung der kleinen Finger so anstrengend sein kann, dass man dauerhaft darauf verzichtet. Es ist nicht nur für die Lesbarkeit förderlich, auf die richtige Schreibweise von Wörtern zu achten. Es ist auch schlichtweg eine Unart, es nicht zu tun.

Und da wäre Pünktlichkeit. Wenn es etwas gibt, was ich wirklich nicht ausstehen kann, dann sind das unpünktliche Menschen. Und weißt du was das Schlimmste ist? Ich lebe mit dem unpünktlichsten Menschen DER WELT zusammen. Oh nein. Es ist so schrecklich. Auch wenn wir noch so zeitig dran sind und gut in der Zeit liegen – am Ende verliert er IMMER mindestens eine viertel Stunde. Eher eine halbe. Damit kann ich nicht umgehen und verfalle in eine Art Lähmungszustand. Lege mich auf die Couch und hoffe in diesem zombieähnlichen Zustand, dass unsere Verabredung/Termin es mit der Zeit auch nicht so genau nimmt.

Außerdem verstehe ich bei Muffins keinen Spaß. Es gibt da ein paar einfache Regeln beim Muffinbacken. Erstens: Benutze keinen Mixer! Die richtigen Muffins werden nur mit Schneebesen oder Teigspachtel gerührt. Ein Mixer ist nicht nötig. Und zweitens: In meiner Welt gehören Muffins immer in bunte kitschige Förmchen. Es macht einfach riesigen Spaß, sie da rauszupulen. Außerdem sehen sie hübsch aus. Wer das anders (oder auch „falsch“) macht, wird von mir vorab mal mit bösen Blicken gestraft. Die Todsünde: bunte Silikonförmchen.

Was bei meiner Muffinsammlung hier am Blog bisher fehlte war der Klassiker: Blaubeermuffins mit Streusseln. Saftige, fruchtige Muffins mit knusprigem Topping, die einfach immer gehen. Morgens, mittags, abends. Nachts auch, natürlich. Die Blaubeermuffins sind denkbar einfach und wie oben schon beschrieben: höchst aufwandslos. Ohne Mixer, ohne Küchenmaschine. Und wenn du noch dazu extra-hübsche Papierförmchen auswählst, sehen sie aus, als wärst du stundenlang in der Küche gestanden.

fruchtige Blaubeermuffins mit Streusseln

Blaubeermuffins mit Streusseln – für 12 Stück

  • 260 g glattes Weizenmehl + 1-2 TL für die Blaubeeren + 128 g für die Streussel
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 große Eier
  • 200 g Kristallzucker + 135 g für die Streussel
  • 245 g Naturjogurt
  • 95 g neutrales Pflanzenöl – zB. Sonneblume oder Raps
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 250 g frische Blaubeeren
  • 115 g geschmolzene Butter
  • 1 TL Zimt

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und ein Muffinblech mit euren hübschesten Papierförmchen ausstatten. Ich habe mich heute für die rot gepunktete Variante entschieden, die ich einmal bei dm ergattern könnte.

Als erstes bereiten wir die Streussel zu, denn die müssen vorher noch in den Kühlschrank. Dafür 128 g Mehl, 135 g Zucker und Zimt mit einer Gabel vermischen, die Butter dazugießen und zu groben Streusseln verarbeiten. In den Kühschrank stellen bis der Muffinteig fertig ist.

Für den Muffinteig das restliche Mehl mit Backpulver und Salz vermischen. In einer zweiten Schüssel die Eier mit Kristallzucker vermischen, bis die Masse hellgelb ist. Das Jogurt mit Pflanzenöl und Vanilleextrakt dazugeben. Trockene Zutaten zu den flüssigen geben und vermischen. Ich mache das immer mit einer Teigspachtel per Hand – das reicht völlig aus. 200 g Blaubeeren mit etwas Mehl bestäuben, damit sie später im Teig nicht zu Boden sinken und vorsichtig unter den Muffinteig heben. Teig in die Muffinförmchen füllen (dafür verwende ich immer einen Eisportionierer, weil sie dann schön gleichmäßig groß werden). Die Förmchen sollten etwa 2/3 voll sein. Restliche Blaubeeren obendrauf verteilen, mit den Streussel großzügig bedecken. Auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und die Temperatur gleich reduzieren auf 190 Grad reduzieren. Etwa 20 bis 22 Minuten backen und am Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen.

Noch in der Form abkühlen und dann auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen.

fruchtige Blaubeermuffins mit Streusseln

Natürlich könntest du die Muffins auch mit Himbeeren machen oder mit Erdbeerstückchen – je nach Saison. Solltest du keine frischen Beeren zu Hand haben, gehen tiefgekühlte auch. Die müssen allerdings komplett tiefgekühlt in den Teig, damit sie kein Wasser lassen und schön fest bleiben.
fruchtige Blaubeermuffins mit Streusseln

Sind sie nicht wunderhübsch geworden diese Muffins? Kitschig schön. Wie in einem Hollywood-Streifen mit glücklicher Familie, wo die Mutter morgens mal eben so Muffins aus dem pastellfarbigen Hemdsärmel schüttelt. Wie hieß der nochmal? Ah genau, „Die Frauen von Stepford“. So ungefär sehen sie auch aus. Ist doch ein Versuch wert, oder?

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5 Comments

  • Reply Die Glücklichmacherei September 28, 2015 at 20:04

    ha! liebe conny, ich verzichte weitestgehend auf die großbuchstaben 🙂 absichtlich natürlich. und nicht, weil ich nicht weiß, was groß und was klein gehört. im gegenteil – ich bin ein echter rechtschreib-faschist. (btw: streusel schreibt man nur mit einem s ;-)) aber bei den muffins verstehen wir uns. wozu hätte ich sonst eine – äh eigentlich zwei riesige boxen nur mit muffinpapierchen?
    alles liebe
    nadin

    • Reply Conny September 30, 2015 at 21:12

      Muffinpapierchen for the win.
      Die gehören immer mit. Und irgendwie hat man nie genau die richtigen bei der Hand – drum muss man auch immer welche mitnehmen. Von Reisen zum Beispiel.
      Schreibt man Streussel wirklich mit nur einem s? Das ist spannend. Dann hast du mich ertappt! Werde dem schleunigst nachgehen 😀

  • Reply Evi September 27, 2015 at 11:59

    Hmmm… Die sehen sehr gut aus! 🙂

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Evi

  • Reply Krisi September 27, 2015 at 09:25

    Haha, oh ja, Silikunförmchen finde ich auc ganz furchtbar, werden aber leider immer beliebter;)
    Blaubermuffins gehen immer und sie eine eine meiner Lieblinsmuffins, und Streusel gehen ja immer, köstlich!=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Reply Conny September 30, 2015 at 21:13

      Ja das stimmt – die werden immer beliebter.
      Und es gibt auch schon so viele hübsche Varianten davon… Bringt halt nix, wenn man das Plastik rausschmeckt…

      Alles Liebe,
      Conny

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