Kuchen/Torten

Zwetschgen Upside-Down-Kuchen | plus Gelingtipps für Rührteig.

Oktober 2, 2016
Saftige Upside Down-Kuchen mit Zwetschgen und Honig

Upside-Down-Kuchen sind richtig kleine Wunder. Sie entstehen aus ganz einfachen Zutaten und es macht trotzdem immer wieder „Whooom“ beim Stürzen. Da braucht man keine Zuckerdekoration, keine Schokolade und nichtmal eine Staubzuckerschickt. Die Früchte selbst sind schon Kunst genug – bester Beweis dafür ist mein Quittenkuchen aus dem letzten Jahr. Hier soll es sich aber heute um den Zwetschgen Upside-Down Kuchen drehen. Der ist auch echt einfach zu backen, das verspreche ich dir!

Damit auch wirklich alles gut geht, verrate ich dir heute meine Tipps für richtig guten Rührkuchen. Denn auch, wenn die Rezepte an sich einfach klingen, hängt das Gelingen von ein paar Kleinigkeiten ab, die du unbedingt beachten solltest.

Aber lass mich vorher vom Zwetschgen Upside-Down Kuchen schwärmen. Der Grundteig wird mit Kardamom verfeinert, der im Team mit der Zwetschge einfach nur himmlisch schmeckt! Ein Hauch Vanille, ganz wenig Mandelgeschmack und schon hast du eine Gewürzharmonie, die uns den Herbst auf den Kuchenteller legt. Und bitte verwende für den Kuchen unbedingt Zwetschgen und keine Pflaumen. Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaumen und meist aus alten Sorten gewachsen. Ihr Geschmack ist süß und üppig und ja … herbstlich! Im Rezept arbeite ich mit zwei Sorten Zucker, einmal brauner Zucker und einmal herkömmlicher Kristallzucker. Ersterer verleiht den Zwetschgen in der Upside-Schicht eine leicht karamellige Note. Himmlisch!

Der Upside-Down-Kuchen ist

  • einfach und ausgefallen zugleich
  • aus simplem Rührkuchen mit Vanille und Kardamom verfeinert
  • am aromatischsten mit frischen Zwetschgen
  • dank des braunen Zuckers leicht karamellig im Geschmack

Saftige Upside Down-Kuchen mit Zwetschgen und Honig

Zwetschgen Upside-Down-Kuchen – für eine 18 cm Springform

  • 130 g weiche Butter
  • 130 g brauner Zucker
  • 1/2 EL Honig
  • eine gute Handvoll Zwetschgen
  • 140 g glattes Weizenmehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1/4 TL Kardamom
  • 1/4 TL Salz
  • 110 g Kristallzucker
  • 1-2 Eier
  • ein paar Tropfen Vanille-Extrakt
  • ein paar Tropfen Mandelextrakt
  • 100 ml Milch
  • Butter für die Backform

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Springform gut einfetten. Die Zwetschgen waschen, in Hälften schneiden und den Kern entfernen. Zwetschgen noch einmal in Viertel teilen. In einem kleinen Topf die Hälfte der Butter mitHonig und braunem Zucker auf mittlerer Hitze schmelzen lassen bis eine Art Zuckersauce entsteht. Die Zuckersauce in die Backform gießen und die Zwetschgen Windrad-förmig obendrauf arrangieren.

In einer großen Schüssel Mehl mit Backpulver, Kardamom und Salz vermengen. Restliche Butter mit Kristallzucker cremig aufschlagen. Eier einzeln untermixen und die beiden Extrakte ebenso. Mehl und Milch abwechselnd zum Teig geben.

Den Teig über die Zwetschgen in die Backform gießen und glattstreichen. Auf mittlerer Schiene im Ofen etwa eine Stunde backen. Stäbchenprobe nicht vergessen! Ist der Kuchen schön goldbraun durchgebacken, den Kuchen aus dem Ofen holen und für etwa 15 Minuten abkühlen lassen. Den Kuchen auf der Innenseite der Backform mit einem Messer vorsichtig von den Seiten lösen und kopfüber auf eine schöne Platte stürzen. Am besten noch lauwarm servieren.

Saftige Upside Down-Kuchen mit Zwetschgen und Honig

Meine gar nicht so geheimen Tipps für Rührteig

  • Temperatur: Schau drauf, dass jede Zutat Raumtemperatur hat. Dazu zählen vor allem Eier, Butter und Flüssigkeiten. Gib sie am besten dafür früh genug aus dem Kühlschrank, ich mach das meist am Abend zuvor. Ist eine Zutat zu kalt, kann die Eier gerinnen und das wollen wir nun wirklich nicht.
  • Eier: Wer lockeren Rührteig liebt, sollte sich die Zeit nehmen und die Eier einzeln unter den Teig heben. Schlage jedes Ei ungefähr eine halbe Minute lang in den Teig.
  • Zucker: Bei Rührteig verwende ich immer feinen Kristallzucker. Der löst sich beim Aufschlagen mit der Butter viel schneller auf und lässt eine geschmeidigere Creme entstehen.
  • Zeit: Bis das Backpulver in den Teig kommt kannst du dir ruhig Zeit lassen. Danach sollte es aber unbedingt schnell gehen. Denn Backpulver reagiert mit Flüssigkeit und beginnt sofort zu treiben. Daher gilt: Backpulver erst am Ende in den Teig geben und den Kuchen dann schnellstmöglich in den Backofen schieben.

Saftige Upside Down-Kuchen mit Zwetschgen und Honig

Ich bin mir sicher, dass auch dir der Upside-Down-Kuchen mit Zwetschgen super gelingt.

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