Kuchen/Torten

Upside-Down-Marillenkuchen mit Himbeeren | der hässlichste Kuchen der Welt.

Juli 15, 2018
Marillenkuchen mit Himbeeren - Upside-Down-Variante

Mein lieber Leser, heute habe ich nun wirklich etwas Hässliches aus meinem Ofen geholt. Den wohl schirchsten Kuchen meiner Blogger-Karriere – und glaubt mir, ich habe hier schon einige unansehnliche Mehlspeisen abgelichtet. Der Marillenkuchen in der Upside-Down-Variante schlägt aber alles. Schmecken tut er aber grandios, das kann ich dir sagen!

Was den Upside-Down-Marillenkuchen so unansehnlich macht: Vielleicht der Mix aus Vollkorn- und Lupinenmehl. Vollkornmehl ist ja von Haus aus dunkler als glattes Weizenmehl. Und Lupinenmehl mit seiner kräftigen gelben Farbe trägt nicht unbedingt zur Sexiness bei. Aber: Dafür schmeckt der Kuchen schön nussig und ist herrlich vollwertig.

Bei der Karamellschicht habe ich mit Kokosblütenzucker gearbeitet, der ja eine viel dunklere, intensivere Farbe hat als herkömmlicher Kristallzucker. Damit schmeckt die Karamellschicht – oh Wunder! – noch karamelliger. Nimmt den Marillen und Himbeeren aber leider ihre kräftige Farbe. Wie kann es hergehen, dass die knallige Orange-Pink-Kombi der Früchte einfach so unter dem … nunja … braun des Karamells verschwindet?!

Was soll ich sagen: Viele Dinge sind erst auf den zweiten Blick richtig schön. Mir ist aber immer schon das Seltsame mehr gelegen als alles oberflächlich schöne. Oder was meinst du?

Der Marillenkuchen ist

  • nicht unbedingt eine Schönheit
  • aber dafür zählen ja die inneren Werte
  • ein perfekter Mix aus Karamell und Frucht
  • aus Vollkornmehl und Lupinenmehl gebacken
  • schön saftig
  • mit nur ganz wenig Fett gebacken

Rezept für Upside-Down-Marillenkuchen mit Himbeeren

Upside-Down-Marillenkuchen mit Himbeeren – für eine Backform mit 18 cm

Für das Topping

  • 4 EL Butter
  • 100 g Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • ca. 3 Marillen in Hälften
  • eine Handvoll Himbeeren

Für den Teig

  • 3 EL Butter
  • 50 g Kristallzucker
  • 110 g Honig
  • 1 Ei
  • 2 TL Backpulver
  • eine Prise Natron
  • 1/2 Pkg. Vanillezucker
  • 110 g Vollkorn-Weizenmehl
  • 90 g Lupinenmehl
  • 50 ml Schafmilch

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Backform gut fetten.

Für die Marillen-Karamellschicht die Butter auf mittlerer Temperatur schmelzen. Den Kokosblütenzucker und Ingwer dazu geben, kurz umrühren und so lange ganz leicht köcheln, bis eine glatte Flüssigkeit entsteht. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Das Karamell vom Herd nehmen und in die Backform gießen. Wenn nötig glatt streichen. Die Marillenhälften und die Himbeeren darauf verteilen. Wenn du möchtest in einer schönen Form – ich habs zumindest versucht aber nicht hinbekommen.

Für den Kuchen die Butter mit Zucker hellcremig aufschlagen. Den Honig, das Ei, Vanillezucker, Backpulver und Natron untermixen. Den Mixer auf eine niedrige Stufe geben. Die beiden Mehlsorten mischen und vorsichtig abwechselnd mit der Schafmilch zur Eiercreme geben. Der Teig wird eher sehr dicklich und dunkel sein.

Den Teig für den Marillenkuchen über die Früchte in die Backform geben und glatt streichen. Auf mittlerer Schiene 25 bis 30 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!

Jetzt wirds spannend: Den Kuchen aus dem Ofen holen und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Mit einem Messer Marillenkuchen vom Rand lösen und auf eine Servierplatte stürzen. Wenn du willst noch lauwarm servieren.

Vollwertiger Upside-Down-Marillenkuchen mit Himbeeren

Ich mag Upside-Down-Kuchen richtig gerne. Sie sind im Grunde eine Variante der normalen Rührkuchen, nur eben mit einem fancy Schmäh. Und mit Karamell.

Wenn du mal meine anderen Rezepte für Upside-Down-Kuchen ausprobieren möchtest – nur zu: zum Beispiel den mit Quitten oder Zwetschgen.

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